QR-Code: Quick Response

In Japan sind sie voll im Trend und finden in immer mehr Bereichen Anwendung: QRCodes, briefmarkengroße quadratische Punktraster mit verschlüsselten Informationen. QR steht für „quick response“ und ist ein zweidimensionaler Barcode.

Er ist 1994 von der japanischen Firma Denso Wave entwickelt worden. Ursprünglich fand er in der Automobilproduktion Anwendung, später in der Logistik, insbesondere im postalischen Versand. Mittlerweile wird er in Handykameras eingesetzt und macht verschlüsselte Informationen für Millionen von Nutzern zugänglich.

Einfach die Handykamera auf den Code richten, eine eingebaute Software liest das Raster und verwandelt es in lesbare Informationen: einen
Hyperlink ins Internet, Werbebotschaften oder sogar ein Musikstück.

Im Supermarkt haben die Lebensmittel einen solchen Code. Wenn man das Mobiltelefon darauf hält, verbindet ein Link auf die Webseite des Herstellers oder es erscheinen Informationen zum Produkt oder Werbung für weitere Artikel.

In letzter Zeit kommen die Codes verstärkt in der Werbung zum Einsatz. Auf zahlreichen großen Plakatwänden oder Flyern finden sich die kleinen Codes. Bei Interesse können sich die Verbraucher zusätzliche Informationen über das Handy holen.

Auch vor Zeitschriften und dem Fernsehbildschirm macht dieser Trend keinen Halt. So können Sportfans beispielsweise mittels eines eingeblendeten Codes Informationen zu den einzelnen Spielern ihres favorisierten Baseball-Teams abrufen. Süß und digital geht es bei den neusten Give-Aways zu Werbezwecken zu. Kleine Pralinées oder Schokolade sind mit QR-Codes versehen
und verbergen kurze Werbeslogans oder Verbindungen zur Webseite. Ein Museum in der Präfektur Kanagawa setzte sie als Werbeträger für eine Picasso-Ausstellung ein. Damit nicht genug. Einige Museen bringen die kleinen Raster auf ihren Erklärungstafeln an. Bei
Bedarf liefern sie weitergehende Informationen zu den Exponaten.
Auch auf Visitenkarten erscheinen die Codes. Völlig unkompliziert lassen sich damit die Kontaktdaten ins Handy-Adressbuch und von dort in den Computer laden.

Sollte man sich im Straßengewirr der Großstädte nicht zurecht finden, einige Schilder sind bereits mit den Codes ausgestattet und weisen den richtigen Weg zu bestimmten Einrichtungen.

Bargeld wird in Japan bald der Vergangenheit angehören. Das Bezahlen mit dem Handy als elektronischer Geldbörse hat sich bereits etabliert
und damit das „mobile shopping“. Mittlerweile sind rund 10 Millionen japanische Handys mit einem entsprechenden Chip ausgerüstet. Um diesen
Chip mit Geld aufzuladen, stehen flächendeckend spezielle Automaten zur Verfügung, die vorher mit Geldscheinen gefüttert werden müssen

Noch einfacher geht es via Internet. Supermärkte, Restaurants und Boutiquen haben die notwendigen Lesegeräte installiert und der
bargeldlose Einkauf kann beginnen. Man braucht nur das Handy hinzuhalten und automatisch wird mit Hilfe von elektronischen Signalen der Geldbetrag abgebucht. Kein Wechselgeld, keine Pin-Codes, an die man sich nicht erinnern kann, kein lästiges Portemonnaie in der Tasche, keine Suche mehr nach Kleingeld, um ein Getränk am Automaten zu ziehen.

Seit Januar dieses Jahres lassen sich mit dem Handy auch die elektronischen Zugangssperren zu SBahnen, U-Bahnen und Zügen passieren.

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Bereits seit 2001 werden mit Geld aufladbare „Super Urban Intelligent Cards“ zu diesem Zweck benutzt. Nun ist es gelungen, diese Karten in die Mobiltelefone zu integrieren. Die Fahrtkosten werden automatisch von der Geldkarte abgezogen. 2007 soll die Technik soweit ausgereift sein, dass die im Handy integrierte Karte nicht mehr aufgeladen werden muss und die Fahrtkosten direkt auf der Handyrechnung erscheinen.

Zusätzliche Chips in den Handys können bis zu 40 verschiedene Funktionen laden. Dazu gehören auch Rabatt- und Kundenkarten.

Die Anfänge des elektronischen Bezahlens gehen auf das Jahr 2001 zurück. Der Aufwärtstrend ist ungebrochen und erstmals hat die Bank of Japan einen Rückgang der im Umlauf befindlichen Münzgeldmenge festgestellt. Bisher hat sie jährlich konstant um ein bis zwei Prozent zugenommen.

Nach Schätzungen des Japan Research Institute machen rund 15 Millionen Japaner Gebrauch von e-Cash. 2008 soll diese Zahl auf 40 Millionen
steigen. Dann würde jeder dritte Japaner elektronisch bezahlen. 2005 erreichten die e-Cash Transaktionen laut Angaben der beiden Branchenführer 15,8 Millionen pro Monat. In manchen Supermärkten erreicht der e-Cash-Anteil bereits 40 Prozent. Check out some of where can i buy essays these fantastic math apps

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