thumb-beetagg.pngUnter Mobile Tagging versteht man das Bedrucken realer Gegenstände mit Barcodes, die von einer Handykamera mit Lese-Software ausgelesen werden können und den verschlüsselten Inhalt darstellen oder zu ihm vermitteln. Im Grunde handelt es sich um Barcodes, die entweder als 1, 2D oder 3D-Codes bereitstehen. Die 1D-Codes kennen wir aus dem Supermarkt, 2D von modernen Poststempeln und 3D-Codes sind etwa Farbkreise wie bei der Technologie von .

Ein interessanter Anwendungsfall ist die Codierung von Website-URLs, die sogleich vom Handy aufgerufen werden. Durch die mangelhafte Verbreitung der Reader-Software und die kulturell nicht erlernte und somit nicht verbreitete Massennutzung mobiler Internetdienste haben sich interessante Anwendungen wie etwa in Japan bei uns noch nicht entwickeln können.

Eigentlich schade, ist doch ein Geotagging mittels Handykamera könnte so einfach sein. Wie umständlich man in Qye eine Restaurantbeschreibung eingeben muß: wieso nicht einfach auf den auf der Einganstür des Restaurants klebenden Barcode (man spricht auch von Tags) knipsen und die Bewertung eintippen. Fertig. Massentaugliche Dienste müssen einfach sein und vor allem vor Ort verfügbar sein. Kein normaler Mensch, der unbezahlt Kommentare oder Beiträge schreiben soll, wird sich auf Dauer die Mühe machen, die es heute kostet, um an den neuen sozialen Mitmach-Diensten teilzuhaben.

Liegt im Mobile Tagging gar die Zukunft des Bloggens? Insbesondere für soziale Anwendungen und personalisierte Beiträge, wo eine Zuordnung zum Autor wichtig ist, fehlt Identifikationstechnologie zum mobilen Taggen.

Hochinteressant auch weitere mögliche Anwendungsfälle:

  • Präsenz-Outlet ohne Verkaufspersonal, Abwicklung des Kaufs online über das Handy (braucht dazu noch RFID?)
  • Personalisierung von Partybildern (vividot)
  • Geotagging (Semapedia)
  • Bestellung und Bezahlung von von Ersatzteilen per Handykamera

Gelingt es, die Verbreitung von Lesesoftware auf eine kritische Masse zu heben oder zumindest einer Zielgruppe einfach die Lese-Software zukommen zu lassen, so dürfte dem Mobil Tagging eine große Zukunft im Bereich des technischen Support so wie im Marketing bevorstehen.
Mit jedem Tag werden diese Anwendungs-Szenarios immer interessanter, da die neue Handys teilweise schon mit vorinstallierter Software ausgeliefert werden.

Interessant dürfte in diesem Zusammenhang auch sein, das es mittlerweile erste experimemtelle ebay-Anwendungen gibt, die auf das Mobile Tagging setzen. Wie berichtet hat die Schweizer connvision AG eine Schnittstelle zum für ihre Tagging-Software entwickelt. Man sieht auch hier: man benötigt eine proprietäre Tagging-Software.

Leider mir viele Konzepte für Web 2.0 und/oder Mobile Marketing noch nicht integrativ genug zu sein (wer einen Konzepter für ein Mobile Tagging Projekt sucht darf sofort anrufen ;-)).

Wie einfach sich die Technologien in klassische Marketing-Kanpagnen integrieren ließen, wenn die Telekom-Provider und die Handyhersteller ihre Schulaufgaben richtig gemacht hätten, zeigen neue Marketingkampagnen aus Amerika mit dem Shotcode. Wie berichtet,

hat der Coca-Cola-Konzern in Mexico 40 Millionen Sprite-Flaschen mit dem ebenfalls proprietären bedruckt. Der Download der Software wird mit einem Coupon bei einem dritten Markenanbieter belohnt (etwa eine kostenlose Pizza bei Domino). Auch Microsoft hat offensichtlich begonnen, Shotcodes im Rahmen seiner im Internet einzusetzen.

Verbreitung als Hemmnis

Die Kernfrage bei dieser neuen Technologie ist nicht, welche Technik am besten funktioniert, sondern welche Technologie am ersten eine kritische Anwendermasse erreicht. Insofern schlägt bei den meisten Mobile Tagging-Diensten die Ökonomie der Standards gnadenlos zu: solange es keine kritische Masse bzgl. eines Coding-Standards gibt.

Die Mobilfunkkonzerne haben hier eine unglaubliche Möglichkeit verschlafen, durch Ausliefern eines eigenen Codestandards, diese Entwicklung treiben zu können. Anstelle über mobile Anwendungen zu reden, wäre das eine ganz konkrete Möglichkeit gewesen. Im Grunde besteht sie immer noch. Statt neuen Ideen müssen sie sich nun einer Discountschlacht hingeben. Solange noch kein Standard etabliertist, gäbe es hier eine reale Möglichkeit, sich wieder nach vorn zu bringen.
Das freilich nicht alle Anwendungen einem Kritischen-Masse-Problem unterliegen, zeigt das Beispiel vividot. Hier klebt ein Fotograf einen Tag auf die Person, von der ein Event-Bild gemacht werden soll. In meinem Fall wurde ich auf einer Langnese-Party fotografiert (und von der Tagging-Idee infiziert). Vividot macht allerdings den Fehler, dass sie die gesamte Agenturleistung mitverkaufen wollen. Möchte man personalisrte Partybilder von vividot haben, muss man gleich den Fotografen mitbezahlen. So kann sich deren patentierte Technologie natürlich nicht verbreiten! In unserem konkreten Fall waren die Lizenzen so teuer, dass wir selbst eine kleine Tagging-Software programmieren mussten. Meistens reicht übrigens ein einfacher Code aus, um IDs zu übermitteln. Vividots Ansatz ist daher im Grunde auch oversized. Guiding principles and teaching write essay from www.essaysreasy.online practices symonds elementary has been using the responsive classroom approach for 25 years

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