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Internet Economics

Fachblog zur Ökonomie des Internet.

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060410_contentmanager_foto.jpg Diplom-Volkswirt Thomas Vehmeier, Herausgeber des Internet Economics Blog, ist als Strategieberater und Konzepter tätig. Seine Expertise beruht auf einer mehr als zehnjährigen Internet-Erfahrung.

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Sinkt der Glaube an Google?

Freitag, 18. Jan 2008 (19:37) von Thomas Vehmeier

Nach einer Studie der University of Southern California’s Center for the Digital Future soll die Zahl der Surfer, die den Google-Suchergebnissen vertraut, gesunken sei. Der Studie zufolge ist die Zahl derer, die generell den Suchergebnissen der großen Suchmaschinen vertrauen, von 62% (2006) auf 51% gesunken. Den Google-Ergebnissen trauen nur 49% derjenigen, die es benutzen. Ist der Glaube an Google doch zu erschüttern?

Duncan Reily von techcrunch spricht in diesem Zusammenhang bereits von Such-Atheismus. Gerade für Google ist die Entwicklung dramatisch. Es ist offensichtlich, dass die Marke Google gerade mit dem Vertrauen zusammenhängt, das in sie gesteckt wird.

Eine erste Erklärung für die Ergebnisse könnte sein, dass die Erfahrung der User mit dem Medium Internet gewachsen ist und Websites direkt angesteuert werden oder direkt empfohlen werden.

Schuld dürften zum Teil auch die optimierenden Contentanbieter sein, die sich mit viel Geld Google-Relevanz erkaufen. In diesem Sinn wirkt hier ein negativer Netzwerkeffekt. Mit zunehmender Nutzung einer Suchmaschinen erhöht sich die Relevanz und somit der Anreiz seine Inhalte für ein hohes Ranking zu optimieren. Aus Sicht des Suchmaschinenbetreibers ist das selbstverständlich keine Optimierung, sondern eine Manipulation der Suchergebnisse. Umso erfolgreicher eine Suchmaschine, um so mehr Spammer und sogenannte Optimierer werden die Ergebnisse zu manipulieren versuchen. Die Kosten der Suchmaschine, die für die Identifikation von Spam und die Überarbeitung des Algorithmus eingesetzt werden, steigen somit mit der Popularität. Dies sind negative Skaleneffekte.
Gerade dies bietet aber wieder Raum für neue, unbekannte Algorithmen aus dem Hintergrund. Man könnte von einem Schweinezyklus der Informationssuche sprechen. Es wäre interessant, ob Jimmy Wales mit der Wikia Search und dem offenen Ansatz der gemeinsamen Weiterentwicklung des Algorithmus durch die Community diese ökonomischen Probleme besser in den Griff bekommt. Dagegen spricht, dass natürlich auch die Spammer Zugang zu m Algorithmus haben und so SEO (Suchmaschinienspam) noch effektiver betreiben können. Wie ich in einem meiner Beiträge geschrieben habe, sollte  es daher ein Heer von Suchmaschinenmüllmännern geben, die  in den Ergebnissen aufräumen und die Relevanz bewerten.

(via Robert Basic und Techcrunch)

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