Via habe ich gerade erfahren, daß es eine Reaktion vom Cluetrain-Manifesto-Mitherausgeber zu den Morddrohungen gegen die amerikanische Bloggerin Kathy Sierra gab. Hier ist der .

Chris Locke distanzierte such von den Vorwürfen und sah sich selbst als Opfer der öffentlichen Anprangerung ohne Beweise. Tatsächlich zeigt der Fall, wie schnell jemand mittels Blogs in ein anderes Licht gerückt werden kann. Der Fall zeigt vor allem eines: die Power der Blogs und die Gefahr schneller Rufschädigungen bis hin zur Selbstjustiz. Wer hier wen schädigt kann ohne richterliche Hilfe wahrscheinlich nicht mehr geklärt werden. Eines bleibt: die Erkenntnis, dass die Blogs ihre Unschuld verloren haben und sich überlegen müssen, wie sie mit den verschiedenen Mißbrauchvarianten umzugehen haben.

Robert Basic meint, man solle erst einmal Ruhe einkehren lassen. Nun – sicher nicht verkehrt, aber bringt es etwas? Für mich bleibt weiterhin die Antwort schuldig, wie solche ein Verhalten unterbunden werden kann. Auf Blogs gibt es keine Redaktionssitzungen und keine Schlußredaktion. Dinge gehen einfach sehr schnell raus… Wie könnte denn eine Art Vieraugen-Prinzip zwischen Bloggern funktionieren? Ich könnte mir ein WordPress-Plugin vorstellen, bei dem ich einem anderen Blogger meiner Wahl meine Artikel kurz in die Zwischenablage zum Durchwinken schicke…

Ich bleibe dabei: die Blogosphäre muß – wenn sie sich ernsthaft gegenüber anderen Medien emanzipieren will – irgendeine Bloggerethik entwickeln. Wie könnte so etwas aussehen fragt man sich… Andererseits: was kann man schon von Leuten erwarten, die noch nicht einmal ein Impressum haben…?

 


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