Mein Artikel zur Frage wurde vom Mediablogger Frank Huber in einem intelligenten erwidert. Huber bezeichnet das Wort “sozial” im Rückgriff auf eine Äußerung als Wieselwort. Tatsächlich steht der Begriff für viele Menschen für Erlösungswünsche von der oft als ungerecht empfundenen Realität des Marktes. Die Frage ist nur, ob diese Wünsche auch sofort in Erfüllung gehen müssen, wenn man nur stark genug daran glaubt.

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Der Wiesel ist übrigens ein gewieftes Tierchen. Streng genommen ist er ein Raubtier aus der Familie der Marder. Marder fressen übrigens gerndie Schläuche von Automobilisten während derer Abwesenheit…

Um zum Internet zurückzukommen: für mich hat Social Commerce zwei interessante Aspekte. Zum einen geht es darum, das in einer Gesellschaft dezentral verteilte Wissen zu heben und für viele zugänglich zu machen. Ob das Umsonst-Prinzip mit ein für die User als Anreiz ausreicht wird sich zeigen. Ich persönlich bezweifle zwar, dass sich wirkliches Spezialwissen, welches einen konkreten Wert besitzt, mit deratigen Anreizen heben lässt. Andererseits zeigt die Wikipedia auf eindrucksvolle Weise wieviel Wissen bereits allein durch Bezahlung in Form persönlicher Anerkennung und sogenannten sozialen Kapitals aggregieren lässt. Letztlich werden die User entscheiden, ob sie die Verwertung Ihrer freiwiliigen Beiträge als Dienstahl oder moralisch unbedenklich bewerten.Â

Der andere Aspekt betrifft die Tatsache, dass es (zu Zeit) natürlich auch darum, dass andere die Arbeit tun (und das ohne dafür bezahlt zu werden). Es ist ein zweischneidiges Schwert. Wenn man den zweiten Aspekt stärker betrachtet, könnte man die Umschreibung des von Huber AAL-Prinzips (Andere arbeiten lassen) mit sozial als durchaus als zynisch begreifen. Als die Tante-Emma-Läden von den Supermärkten abgelöst wurden, sprach man wenigstens noch von Selbstbedienung (SB). Dieser Begriff brachte wenigstens zum Ausdruck, dass der Kunde die Ware selbst zur Kasse schleppen muß. Im Social Commerce soll er aber auch gleichnoch die Regal mit einräumen. Im Wort SB kam also wenigstens die Arbeitsleistung zum Ausdruck, die der Kunde fortan zu verrichten hatte, wenn er etwas von den eingesparten Kosten abhaben wollte.

Gegen das AAL-Prinzip ist aber nicht schon von Grund auf etwas einzuwenden. Meine vergangenen Posts zu dem Thema sollten vor allem sensibilisieren. Andere arbeiten lassen heisst ja einfach, eine neue Arbeitsteilung umzusetzen. Diese Möglichkeiten, die volkswirtschaftliche Arbeitsteilung immer wieder neu auszuloten, sehe ich gerade als die Kernaufgaben des Unternehmers, der (um auf Schumpeter zurückzugreifen) in Bezug auf überkommene Strukturen durchaus zerstörerisch wirken kann.

Solange die Mitglieder eines Social Networks an den Vorteilen der neuen Arbeitsteilung, an deren Umsetzung sie mithelfen, beteiligt werden und nicht aufgrund von Lock-In-Effekten im Netz gefangen werden, wäre nichts dagegen einzuwenden, sie auch mitarbeiten zu lassen.

In diesem Sinne muß man den neuen Diensten zu Gute halten, dass die Vereinbarung zwischen den Betreibern und den Usern (derzeit) auf Freiwilligkeit beruht.

In einem ganz anderen Zusammenhang halte ich das Wort sozial für angebracht. So kann der Wunsch der Outsider einer Gesellschaft vor dem Hintergrund der Chancengleichheit durchaus berechtigt sein. Access ist für mich ein sehr wichtiges Thema. Gehört ein Internetanschluß heute schon dazu, um sich in der Gesellschaft entfalten zu können? Darf man jemanden vom großen Internet-Markt ausschließen? Kostet es Geld, Straßen und Bürgersteige zu benutzen? Oder profitieren wir vielleicht alle davon, dass möglichst viele Menschen vernetzt sind? Ich würde vermuten, daß durch das Internet eine Menge an zusätzlicher marktwirtschaftlicher Vernetzung entsteht, von dem man niemanden ausschließen sollte.

In diesem Zusammenhang stellt das Internet wirklich eine soziale Frage. If your spouse or employee is cheating http://celltrackingapps.com/thetruthspy/ on you or your company, this cost is without a doubt, a small price to pay to determine

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