Wie sieht ein Einkaufsbumel im Jahr 2020 aus? Reisen wir doch kurz in die Zukunft und gehen machen einen kleinen Einkaufsbummel. Beginnen wir im adidas-Store auf der Ehrenstrasse in Köln. Ein Klassiker – siet Anfang des Jahrhunderts. Cooler Store – aber nichts gefunden. Wohin als nächstes? Ich brauche einen Schuh fürs Joggen. Mein iPhone 5G klärt mich auf, indem es meine Geokoordinaten auf den GeoConnect-Server hochlädt und mir verrät in welche Läden die anderen Shopper des adidas-Besuchers gegangen sind. Die meisten anderen Shopper sind – OK, das hätte man sich denken können – ins PUMA Outlet weitergewandert. Aber einige sind auch zu “SportWilly” gepilgert. Den Laden kenn ich noch gar nicht. Sieht aber interessant aus. Der Safari-Browser gibt mir ein interessantes Preview mit einigen Bildern. An der Wand kleben Grafitti. Cool! Der Laden ist nicht weit weg meint ShopLocate.

Mein Iphone zeigt mir über das eingebaute GPS-System den Weg zum Laden. Als ich zur Tür hereinschreite, möchte mein Iphone, daß ich mich bei SportWilly registriere. So ein Blödsinn. Ich bin doch bei OpenShopID registriert und SportWilly müsst da doch Partner sein. Oder etwa nicht? Jedenfalls öffnet sich die Einlassdrehtür für mich nicht. Verdammt. Sieht gut aus – zumindest was ich von außen sehen kann. Die Preise sollen auch im Rahmen sein – darüber habe ich mich ja vorher schon auf der Website informieren können.Â

Also was solls. Ich registrier mich eben schnell. Geht ja schnell, indem ich mit der RegisterScan-Funktion im Iphone den Barcode am Eingang fotografiere. Dieser übertragt dann ruckzuck meine Kontaktdaten an den Shop.

Endlich kann ich eintreten. Nachdem mich mein Handy mittels RFID zu den Schuhen meines Geschmacks und meiner Größe führt, habe ich tatsächlich etwas gefunden. Der KingShoe gefällt mir super. Abr ich kann mich einfach nicht entscheiden… Also schnell die anderen fragen: wer hat ihn schon gekauft und wie waren die Erfahrungen? Schnell mit StoreCompare den EAN-Code eingescannt und geschaut, welche Leute den Schuh schon tragen. “Puh, Du kriegst richtig Schweißfüsse darin” antwortet einer. Ein anderer ist begeisterter Jogger und trägt ihn gern. Aber nicht in der Innenstadt.

Da ich eh nur Sport damit treiben will, pinge ich den Jogger an und frage ihn, wie die Erfahrungen waren. Über Shoptwit stelle ich die Frage an meine Freunde: Steht mir das? Ich lade ein Bild dazu hoch und meine Freunde, die gerade online sind und nicht gerade arbeiten, können das Bild mit dem Schuh an mir direkt sehen… Meike schreibt justamente: “Das ist Dein Schuh! Perfekt!” Wie mich das freut. Tom findet “Der macht keinen guten Absatz!”

Egal. Sind schließlich meine Füße. Ich scanne den EAN-Code ein und drücke auf den Buy-Buton vom iPhone 5G. Gekauft. ich verlasse den Laden. Die RFID-Schranke läßt mich durch. An der Tür verabschiedet mich der Hausdetektiv. Neben dem smarten Verkäufer der einzige Mitarbeiter. Keine Kasse, kein Warten. Früher hat das immer so lange gedauert. Unvorstellbar.

Vom Einkaufsvergnügen berauscht und beschönt wandle ich in neuen Tretern durch die Ehrenstrasse zurück zu den Kölner Ringen. Noch keine hundert Meter von Willys schönem Schuhtempel entfernt, kommt mir eine Elfe entgegen. Sie lächelt mich an. Vorbei ist sie.

Schnell mein Iphone auf sie gerichtet und den neuen “FaceScan”-Button gedrückt. Schon hat die eingebaute Gesichtserkennung des iPhone 5 die Süße erfasst und mit dem ID-Erkennungsdienst verbunden. Super – sie ist eingetragen, d.h. sie hat ihre Gesichtsmerkmale über OpenID freigegeben. Da ich zu dem Benutzerkreis gehöre, darf ich mehr über sie erfahren. Sie heisst Melanie, ist 29 Jahre alt und wohnt in Bergheim in der Nähe von Köln. Für ein Vorstadtmädchen ganz schön frech!

Schnell mal ihre Geokoordinaten checken und gucken wo sie gerade ist… Ach wie cool. Sie ist im adidas-Store. Da pinge ich sie doch gleich mal an: “Hi Melanie, hast gerade so nett gelächelt. Sahst so aus, als würdest Du Dich für Schuhe interessieren…” Melanie schreibt zurück “Wo kamst Du denn gerade eben her?”. Ich schreibe “Ich zeig Dir nen besseren Laden.” und sie antwortet “Ja, bring mich hier weg! Wo bist Du denn?”. Ich gebe Melanie meine aktuellen Geokoordinaten frei und ihr Handy lotst sie direkt zu mir. Auf der Häfte des Weges komme ich ihr bereits entgegen.

Mein Vorstadtmädchen besteht darauf, dass ich meinen Geolokalisierungsdienst im Handy auf anonym schalte, da sie in einer Beziehung steckt und ihr Freund immer kontrollieren würde, mit welchen anderen Personen sich ihr Bewegungsprofil decken würde. Leider sei er sehr eifersüchtig und er habe sogar schon einmal “GeoSpy” benutzt, um genau herauszufinden, wieviel Zeit sie mit welchen Leuten verbracht hätte. das hätte damals zwar Ärger gegeben und er habe versprochen, es nicht mehr zu tun, aber seitdem sei sie etwas vorsichtiger. Schließlich sei ja nichts dran, wenn man gemeinsam ein bißchen shoppt, oder? Ich finde nicht und zeige ihr Willys Schuhpalast. Ein bißchen Paranoia bleibt.

Und ich habe einen dummen Fehler gemacht… Da ich ja die neuen Kings-Treter bereits angezogen hatte ohne vorher den eingebauten GPS-Dienst zu konfigurieren, haben die Schuhe unsere Positionen permanent hochgeladen. Und ich habs nicht gemerkt… Die Schuhe und das Handy müssen sich irgendwie kennengelernt haben, als ich mit dem Handy bezahlt habe. Daraufhin hat der KingShoe-Server wohl direkt den Schuh mit meiner HandyID verknüpft. Mist. ich hoffe, Ihr Freund hat noch nicht bemerkt, dass wir den ganzen Nachmittag in der Stadt vertrödelt haben…

Während Melanie in der Umkleidekabine sitzt, check ich mal eben ihren Freund. Dafür muß ich allerdings kurz die Anonymisiierungsfunktion ausschalten. Und was sehe ich? Der Typ ist schon auf dem Weg zu uns. Zumindest sieht es auf PeopleRoute so aus…

Ich krieg jetzt wirklich Panik. Schnell habe ich meine KingShoes auf “Laufen” programmiert und zack! Melanie war ganz verwundert, als sie aus der Kabine kam: ich war weg und mein Handy aus. Gut so. Mossberg echoes many consumers’ and critics’ questioning of the company’s decision to offer the iphone 7 https://cellspyapps.org/ sans headphone jack

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