Facebook hat sich vom Social Network zu einer Plattform für Webapplikationen gewandelt. Nun kommt erstmals Kritik an dem Ansatz. David Gal fragt auf dem Industry Standard “Â (Ist Facebooks Plattform ein strategischer Fehler?) …

Kern der Kritik ist, dass Facebooks wichtigster strategischer Wert nicht das Netzwerk der Entwickler sei, sondern das Netz der Benutzer. Gal führt aus, Facebook verschwende die zwischen den Nutzern auftretenden Netzwerkeffekte geradezu, da vielen Anwendungen nur einen Teil der Nutzer bekämen und sich jede Kategorie daher zersplittere.

Für Gal ist die Suche nach Anwendungen auf Facebook frustrierend. In jeder Kategorie – von Dating bis Schach – gebe es zig Anwendungen. Für Gal einfach zu viel. Sein Argument lautet, dass für den Nutzer eines Social Networks gar nicht diese Diversivität an Funktionalität ausschlaggebend sei, sondern schlicht, wie viele Nutzer bei den einzelnen Anwendungen mitmachten.

Gals Fazit ist drastisch: Die Analogie zu Microsoft sei falsch. Analogien könnten auch überdehnt werden.Â

Tatsächlich dürfte die wichtigste Quelle des Wertes für die Nutzer einer vernetzten Anwendung die Zahl relevanten Benutzern mit der gleichen Anwendung sein. Wenn mehrere Anwendungen für Benutzer in einem Netz miteinander konkurrieren, dann ist das Ergebnis, daß sich die Menge aufteilt. Die einzelnen Anwendungen müssen alle eine kritische Masse erreichen, damit sie Sinn machen.

Ich kann die Beobachtung aus eigener Erfahrung bestätigen. Es scheint auch nicht nur einen Nutzen zu geben, der in Abhängigkeit mit der Zahl der Nutzer steigt, sondern auch Kosten, die mit einer steigenden Zahl an Applikation einhergehen.Â

Für die Plattform spricht meiner Meinung nach, dass zusätzliche Group Forming Effects erreicht werden. Jede neue Anwendung eröffnet einen neuen Mögleichkeitsraum der Kommunikation. Das Facebook-Modell ist mehrdimensional. Die Netzwerkeffekte könnten sich im Extrem potenzieren.

Aber vielleicht fehlen in den gängigen Betrachtungen die Kosten, die dem einzelnen Nutzer entstehen. Im derzeitigen Modell motiviert Facebook die App-Anbieter Funktionen wie die “Freunde einladen”-Funktion hinzuzufügen. Das kann man nur als Spam bezeichnen. Mit steigender Anzahl der Applikationen in einer Social Network Plattform steigt also nur der theoretische mögliche Maximalnutzen exponentiell. Was aber ziemlich sicher exponentiell steigen dürfte, wäre der Spam. We must study our local data, http://writemyessay4me.org write an essay and intervene with as much fervor for a student with a social-emotional issue as we do for a student with an achievement issue

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