Will man die endogene Entstehung des Wissens miteinbeziehen, muss man davon ausgehen, dass Aneignung und Schaffung von Wissen und damit der wissensgenerierende Fortschritts des Internet mit Kosten verbunden sind. Obwohl Innovation und die Produktion gemeinschaftlich genutzten Wissens die Wohlfahrt aller erhöhen kann, wenn sich alle an diesem Innovationsprozess beteiligen, können sich jedoch Dilemmata ergeben, wenn jeder von der Möglichkeit der kostenlosen Nutzung fremden Wissens profitieren möchte, ohne eigene Beiträge zu leisten, bzw. für die Nutzung des Wissens ein Entgelt an das forschende Unternehmen zu zahlen. Vidal pointiert, daß es keinen Anreiz für ein privates Engagement zur Produktion von Wissen gibt, wenn alle Konkurrenten in gleicher Weise an den Produktivitätsfortschritten durch die Innovation teilhaben könnten und die Erfinder kein Entgelt zu erwarten hätten.

Der Schutz des intellektuellen Eigentums beruht auf dem Gedanken, daß Imitation die Anreize für Innovation senkt und ein Wettbewerb der Innnovation demnach nur durch eine Eindämmung der Imitationsmöglichkeiten erreicht werden kann. Danach sollen nur die Unternehmen mit der höchsten Innovationsrate überleben. Staatlich garantierte Schutzrechte (Patente), Lizenzvergaben und Abgeltungsgebühren für Netzwerknutzungen, zeitlich begrenzte Preissetzungsspielräume und kurzfristige Sonderprofite erlauben den Kreativen, „first mover advantages“ zu realisieren und sie zur Generierung von Wissen anzuregen. Nach der Logik des Schutzes von Innovationen sollten zu den schützwürdigen Ideen auch Adress- und Datensammlungen gehören, die vielen Benutzern erst ermöglichen, die entsprechenden Daten zu finden (sog. Search Engines und Kataloge). Ihr Wert dürfte mit der Menge der im Internet gespeicherten Inhalte zunehmen.

 

Quellen:

Zur Modellierung des technischen Fortschritts in der Neoklassik vgl. dagegen SOLOW (1956), S. 65-94.

Vgl. Vidal (1996), S. 43.

Vgl. Vidal (1996), S. 45.

von Weizsäcker, C.C. (1981), S. 376.

Vgl. Weber, 1996, S. 15.

Im Gegensatz zu den Online-Diensten gibt es im Internet kein zentrales Adreßbuch. http://celltrackingapps.com/spy-app-android

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