Nachdem letzte Woche bereits Googles neuer Browser die Angst vor Big Brother geschürt hat, reiht sich nun Apple in die Reihe der Firmen ein, die unter Verdacht stehen, den Nutzer auszuspionieren. Denn offensichtlich macht das iPhone ständig Screenshots von den Aktionen seiner Nutzer. Herausgefunden hat das ein amerikanischer Programmierer mit polnischem Namen: Jonathan Zdziarski. In seinem Buch “” schaut er dem iPhone richtig unter die Haube. Dabei ist ihm wohl aufgefallen, dass iPhones automatisch reichlich Schnappschüsse vom Bildschirm des Nutzers machen. Doch ist das wirklich schlimm?

Die ersten Blogger reagieren irritiert. Während Holger Köpke (nicht ganz im Ernst) , die Funktion sei von US-Behörden gesponsort beruhigt Besim Karadeniz, das ganze sei ein Stum im Wasserglas, verweise allerdings auf den .

Doch vermutlich ist die Paranoia unangebracht. Denn das iPhone benötigt die Screenshots einfach. Technisch ist das nötig, weil sonst die coolen Zoom-Effekte, die die Usability des iPhones ausmachen, nicht möglich sind. Ohne Screenshots also kein cooles iPhone!

Pikant würde die Angelegenheit erst, sofern auch Dritte auf die Daten zugreifen könnten – etwa dann, wenn das Telefon verkauft wird. Denn gelöscht wird nicht. Apple schweigt noch.

Nach den Ereignissen der letzten Wochen stellen sich daher immer mehr Fragezeichen in bezug auf den Datenschutz. Darf ein Gerät seine Aktivitäten aufzeichnen, ohne dass die Nutzer davon wissen oder hat der Hersteller (hier Apple) eine Informationspflicht gegenüber seinen Kunden? Das Ausspionieren von Nuzern dürfe erst dort beginnen, wo tatsächlich Daten an Dritte weitergegeben werden. Solange die Daten nur auf dem iPhone liegen, sollte es unkritisch sein. Apple hätte allerdings von vornherein offener damit umgehen können.

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