Die Angst der kreativen Urheber, in der rauen nicht den rechten Platz zu finden zeigte mir eine ausufernde , die mit meinem folgenden Beitrag schloß. Ich habe auf meinen Beitrag sehr viel Emails von Fotografen bekommen, die froh waren, überhaupt einmal von Gegenkonzepten zu hören, die mehr Perspektive bieten als die allgegenwärtigen Web 2.0-Träumereien.
Die leidenschaftliche Diskussion entzündete sich zwischen Fotografen und Betreibern von Bildagenturen. Daher hatte ich einmal die Perspektive eines Multimediahauses eingeschlagen. Der Markt nimmt leider auf die Urheber keine Rücksicht. Die Länge dieser Diskussion zeigte mir, wie ernst die Fotografen die Entwicklung in Richtung Billigbildagenturen nehmen.
Es ist durchaus denkbar, dass der Markt in Zukunft nicht mehr so viele Fotografen aufnimmt. Das ist dann so, auch wenn es manchem nicht gefällt. Es wäre nicht der erste Markt, auf dem es eine Bereinigung gibt. Seien Sie ehrlich! Oder kaufen Sie Ihre Brötchen nie bei Backwerk, schreiben Sie nur auf handgeschöpften Papier, tragen Maßnazüge vom Schneider, kaufen nicht bei IKEA und lassen Ihren Küchentisch vom Schreiner anfertigen? Es ist daher zu kurz gedacht, wenn man sich allein auf Qualität beruft (“Profis müssen keine Konkurrenz durch Laien fürchten”). Oder kaufen Sie den Tisch beim Schreiner, weil der Profi ist und Qualität liefert?Also: welche Strategie haben Sie als Fotograf, um dieser Veränderung zu begegnen? Bisher scheinen mir die passiven Ansätze vorzuherrschen. Man fragt sich, ob man auf die Angebote der Billigagenturen eingehen soll (teilweise auch aus Mangel an Alternativen). Ich vermisse aktive Vermarktungskonzepte.

Es gibt viele alte Zöpfe, von denen sich die digitalen Kreativen trennen werden müssen… Ich möchte ein paar Denkanstöße liefern:

1. Stellen Sie den Mehrwert heraus.
Es sollte doch jedem klar sein, dass ein individuelles Foto einen anderen Mehrwert bietet.
Ich empfehle meinen Kunden mittlerweile immer einen Fotografen. Gute Bilder machen 60-70% des Gesamteindrucks aus. Das Geld ist im Grunde falsch gespart, wenn man sich austauschbare Bilder holt. Authentizität und Ehrlichkeit bringt Erfolg.
Also: wer teuer verkaufen will, muss auch einen Mehrwert bieten und mir Argumentationshilfe geben, damit ich den (oft duchaus berechtigten) Preis beim Kunden durchsetzen kann. Der Kunde muss den Mehrwert spüren, sonst zieht er den Preis für das Foto im Geiste vom Honorar der Websiteerstellung ab (“Das war aber teuer – und dann noch die Honorare für den Fotografen”).

2. Vermarkten Sie sich als Dienstleister und Partner.
Ein guter Fotograf kann schon bei der Entstehung des Projektes helfen. Im Idealfall sind Website und Fotos aus einem Guss. Viele Fotografen schauen sich aber die Entwürfe gar nicht an und fotografieren einfach drauflos. Der Grafiker hat dann nachher die tolle Aufgabe, dass nichts zusammenpasst und/oder bestimmte Bildaussagen fehlen. Aber das Bild steht doch nachher nicht allein, sondern ist Teil eines Gesamtkonzeptes. Welcher Fotograf bietet mir selbstständig Bildkonzepte für meine Kunden an (und hilft mir dadurch auch beim Verkaufen).

3. Bieten Sie Sicherheit
Viele Kunden haben Angst vor unerwarteten späteren Nutzungsgebühr-Forderungen. Seien Sie transparent und reden Klartext und geben Sie das auch schriftlich. Schieben Sie nicht alle Risiken auf den Kunden, sondern nehmen Sie sein Verunsicherung ernst.

4. Bleiben Sie vernünftig
Berufen Sie sich nicht auf irgendwelche Honorarordnungen oder Nutzungsgebühren, wenn der Kunde eine Pommesbude ist. Bieten Sie gestaffelte Preise und ziehen Sie sich nicht auf allgemeine Nutzungsgebühren uoder Honorarordnungen zurück..

5. Machen Sie doch Ihren eigenen Stock auf
Anderes Label und einstellen. Fertig. Wenn die anderen das können – Sie können das auch! (Nur so eine Idee) 😉

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