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Derzeit (vom 20. bis 23. August) findet im idyllischen Lindau am Bodensee ein Ökonomie-Event der Superklasse statt. Bereits zum dritten Mal treffen Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften auf 300 ausgewählte Nachwuchsökonomen. Zwei Themen waren die Diskussion um Mindestlöhne sowie die Rolle der Banken in der jüngsten Finanzkrise.

Zum Thema Mindestlohn äußerte Ökonomie-Altstar Robert Solow vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), es geben kaum Praxisbeispiele, wo Mindestlöhne die Beschäftigung im Niedriglohnsektor gefährden. Während in Deutschland ein Kostendenken dominiere sei der Mindestlohn in Ländern wie den USA oder Großbritannien bereits lange eine Realität. Im Kern ist Solow der Ansicht, den höheren Personalkosten ständen Produktivitätsgewinne gegenüber, die den Effekt ausgleichen würden. Mindestlöhne führten somit nicht automatisch zu höherer Arbeitslosigkeit.

Robert Fogel aus Chicago sieht in Mindestlöhnen keine Gefahr für den Niedriglohnsektor, da die dort Beschäftigten in der Dienstleistung arbeiten würden, die nicht im internationalen Wettbewerb steht.

Besonders hart traf es die Banken. Die Aussagen der Nobelspreisträger kamen einer Abrechnung gleich:

  • Joseph Stiglitz: „Solche Krisen, die früher einmal als Jahrhundertkrisen galten, treten nun jede Dekade auf – und der Steuerzahler muss es ausbaden“
  • Daniel McFadden: „Die Banker sollten die schlechten Produkte, die sie ihren Kunden verkauft haben, wieder zurücknehmen“

Für die Krise machten sie die Zunft der Banker insgesamt verantwortlich. Schlechtes Risikomanagement, falsche Anreize und mangelhaft ausgebildete Banker seien der Hintergrund der Krise gewesen.

Das größte Problem scheint mir indes zu sein, dass die Regulierer und Kontrolleure im Bankensektor nicht mehr mit der Innovation im Banlensektor mithalten können.

Unter  kann jeder das Event verfolgen.

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