Nach einigen auf meinen Hinweis, sich doch einiges vom B2B abzuschauen, nun ein Lösungsvorschlag für die Versandkostenproblematik. Aber warum wird im Zusammenhang mit dem Long Tail und dem händlerübergreifenden Warenkorb überhaupt so viel über Versandkosten gesprochen? Im Kern geht es um die mehrfach anfallenden Logistikkosten, weil die Lager des Long Tails an verschiedenen Stellen liegen.

Im B2B-Bereich ist das Problem der Versandkosten allerdings vernachlässigbar, da die Einzelumsätze wesentlich höher sind und Versandkosten daher nicht so sehr ins Gewicht fallen. Im B2C-Geschäft liegt der Versandkostenanteil an den Gesamtkosten dagegen erheblich höher. Es wird angenommen, dass die mehrfach anfallenden Versandkosten den gemeinsam Warenkorb konterkarieren. Im Kern stimmt das und läßt die Frage nach der Aufgabe des Handels neu stellen.

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Die Aufgabe des Handels im Long Tail

Grund genug, sich die Handelsfunktionen wieder vor Augen zu führen:

  • Sortimentsbildung (im Sinne der Nachfrage),
  • quantitative (mengenmäßige) Anpassungen
  • qualitative Anpassungen,
  • räumliche Überbrückung (Angebotsbündelung) und
  • zeitliche Überbrückungen (z. B. saisonale Schwankungen),
  • Beratungsfunktion
  • Kreditfunktion.

Die Versandkostenproblematik ist insofern in jedem Fall eine Aufgabe, die der Handel lösen sollte und nicht der Kunde. Daneben bremst die Versandkostenproblematik die Nutzung des Long Tail aus – zum Nachteil des Kunden.

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LösungsansätzeÂ

Als Ideal wird angestrebt. Dies kann jedoch übertrieben sein und sollte jedem Händler selbst überlassen werden. Im Kern geht es darum Kosten zu vermeiden oder über deren Übernahme zwischen den Händlern und den Verbrauchern zu verhandeln. Es gibt also zwei grunsätzliche Wege:

  • Kostenübernahme verrechnung durch den Aggregator
  • Kostenvermeidung durch gemeinsame Long Tail Logistik

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Verrechnung durch den Aggregator

Konzerne wie Otto gehen diesen Weg. Externe Angebote werden zunächst in das zentrale Versanzentrum geschickt und dann neu verpackt und weiterversendet. Der Handel übernimmt also hier die Kommissionierung. Darunter leidet natürlcih die Zustellzeit. Es dürfte den Kunden aber lieber sein, etwas länger auf das Paket zu warten, als mehrere Pakete zu erhalten. Streng genommen geht es bei dieser Lösung um mehr als nur Logistik. Ein sauberes Angebot entlastet den Kunden ebenfalls von mehreren AGBs, Zahlungen etc. und aggregiert alles auf eine einzige Kunden-Lieferantenbeziehung. Wie intern verrechnet wird ist Sache zwischen dem Aggregator und den Händlern.

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Logistik im Long Tail

Eine andere, naheliegende Möglichkeit wäre die gemeinsame Nutzung von Lagerflächen bzw. Auslagerung des Fulfillments an einen Dienstleister. Für kleine Händler bietet sich etwa das Angebot der Firma und ähnlicher Logistik-Fulfillment Dienstleister an.

ILOPACK übernimmt ohne Mindestmengen die komplette Verpackungs- und Versandabwicklung. Darüberhinaus werden Online-Schnittstellen zu ebay, oscommerce und anderen Standard-Shoppingsystemen angeboten. Long Tail-Anbieter können sich die hohen Fixkosten durch Lager, Personal und Materialbeschaffung sparen und nur soviel Versand zahlen wie Sie wirklich benötigen. Nebenbei erledigt ILOPACK das komplette Fulfillment, womit viele doch eher medienaffine Internetmacher ihre Probleme haben dürften. Nebentätigkeiten wie Verpackung, versicherter Versand, Rechnungsdruck und Retouren-Abwicklung werden ebenfalls angeboten, womit jeder Shop-Betreiber also im Prinzip alles anbieten kann.

Eine solche Lösung kann natürlich ein gemeinsames Zentrallager sein.Â

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Logistik-Integration im Social Commerce

Werden solche Logistik-Angebote also bald von Social Commerce-Anbietern integriert? Werden die Waren also praktisch im selben Ich meine ja und frage: worauf warten Sie noch? Wollen die Social Commerce-Anbieter tatsächlich Handel betreiben und nicht nur beraten, dann müssen sie heir eine Antwort finden.

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