Mobile Endgeräte könnten in Zukunft dazu benutzt werden, mittels Bilderkennungsalgorithmen Personen aus der unmittelbaren Umgebung zu identifizieren und mit weiteren Informationen aus Social Networks abzugleichen.

Das schwedische Startup hatte bereits im Juli ein Konzept für eine Augmented Reality App namens Im AugmentedID vorgestellt, die einiges an Aufsehen im Web gesorgt hat.

Das folgende Video demonstriert die Idee recht gut:

 

Noch Science Fiction

Noch handelt es sich um ein Konzept und keine fertige Applikation. Außerdem scheint nicht ganz klar, ob die Applikation wirklich jemals fertig wird. “What’up with AugmentID?” fragt und beklagt sich, dass es leicht sei, ein Post-Production-Video ins Netz zu stellen, aber schwer das Konzept auch umzusetzen: “In case you don’t know, there is absolutely not one shred of evidence that AugmentedID is a real application, nor that it’s actually in development.”

Auch wenn es sich nur um Science Fiction und keine reale App handelt, so ist doch absehbar, dass solche Applikationen in naher Zukunft verfügbar sein werden. Und mit Ihrer Verfügbarkeit ändert sich wiederum unser Nutzungsverhalten. Viel interessanter ist es daher, wie derartige Anwendungen unser soziales Leben innerhalb und außerhalb des Netzes verändern kann.

 

Internet-Fotos als biometrische Informationen

Auch wenn im Kern der Präsentation zunächst die Augmented Reality steht, so ist doch die Verbindung von Gesichtserkennungssoftware mit bereits im Internet veröffentlichten Fotos die eigentliche Botschaft. Hinter dem Konzept steht schließlich eine Zusammenarbeit des TAT-Studios mit dem Fototagging-Startup .

Polar Rose bietet eine Gesichtserkennungssoftware an, die Personen erkennt, die auf FlickR-Fotos markiert (getaggt) worden sind.

 

Wer ist die Person neben mir im Zug?

Das T3N-Magazin jedenfalls vermutet bereits, dass sich unser . Wenn Sie also in Zukunft wissen wollen, wer die freundliche Dame gegenüber im Zug heisst, wo sie arbeitet und mit wem sie befreundet ist, so halten Sie einfach unbemerkt das Handy auf sie…

Fraglich nur, ob sich so manches Paar unter diesen Umständen und mit einem derartig umfassenden Informationsstand überhaupt kennengelernt hätte. Vielleicht hätte der ein oder andere Faux Pas aus der Vergangenheit den Flirt vermasselt, bevor er begonnen hätte.

 

Payment über Biometrie?

Aber auch für Spekulationen über weitere Anwendungen bleibt viel Raum:

  • Identifikation des Kellners und bargeldloses Bezahlen im Restaurant samt Übergabe des Trinkgeldes,
  • Nähere Informationen zu einem Geschäftspartner auf einer Messe ausgeben.
  • Markierung der nebenstehenden Personen mit Namen und Aufzeigen der Beziehungen zueinander.

 

Netzwerkeffekte treiben Entwicklung

Das Gesicht einer Person ist in einem Social Augmented Reality Web natürlich ein Link zum Profil dieser Person. Die Verfügungsgewalt und die Frage der Offenheit dieses Links ist eine grundsätzliche Komponente dieses gemischten Ökosystems. Die Verbindung der beiden Techniken der Gesichtserkennung und Social Networking eröffnet einen neuen Möglichkeitsraum und einen neuen Markt. Sie schafft neue Netzwerkeffekte und damit neue Begehrlichkeiten.

Und es geht mal wieder darum, wer der erste ist.

Aus Nutzersicht wird derjenige Anbieter den höchsten Nutzen bringen, der die meisten biometrischen Informationen bereithält. In diesem Sinne haben sowohl die Social Networks als auch die Bilderdienste eine gute Ausgangsposition einen “Augmented Personal Reality Navigator” zu bauen.

 

Abwägung: Datenschutz versus Funktionsnutzen

Für mich stellen sich grundlegende Fragen über Verfügungsrechte, die diesen neuen Markt bestimmen werden:

  • Wer soll auf im Internet veröffentlichte Bilder zugreifen und diese mittels Gesichtserkennung auswerten dürfen?
  • Wer darf andere Personen markieren (taggen)?

Es ist nur die Frage, ob wir alle wirklich wollen, dass diese Informationen auf diese Weise miteinander verbunden werden. Schließlich wurden die meisten Fotos über Personen nicht mit dem Zweck ins Netz gestellt, durch Bilderkennungstechnologien verarbeitet zu werden und in einem anderen Zusammenhang gestellt zu werden. Freilich ließe sich diese Zustimmung auch nachträglich per Opt-in besorgen.

Kritisch wird es jedoch, wenn Dritte persönliche Bildinformationen taggen können. Es könnte allerdings auch hier eintreten, dass die Nutzer gar nicht geschützt werden wollen, sondern ihre Daten freiwillig zur weiteren Bearbeitung freigeben, weil der Vorteil, besser gefunden zu werden, überwiegt. Bei ausreichender Verbreitung kann sogar einer sozialer Druck entstehen, Daten miteinander zu verknüpfen.

 

[via und ]


 

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