OpenStreetMap hat sich zum Ziel gesetzt, eine frei verfügbare Weltkarte zu schaffen. Überall auf dem Globus sind Freiwillige unterwegs, um mit GPS-Empfängern Daten zu sammeln. Das Projekt hat alle Rechte an den Karten und erlaubt eine kostenlose Weitergabe.

Damit ist OpenStreetmap eine kostenlose Alternative zu kommerziellen Kartenanbietern im Internet und gleichzeitig ein Beispiel für die Macht, die funktionierende Crowdsourcing-Projekte entfalten können. OpenStreetMap ist die Wikipedia des Kartenmaterial.

Vergleich

Wer nicht glaubt, dass die OpenStreetMap-Karten hervorragendes Material produziert haben, kann online einen Vergleich des Kartenmaterials durchführen. Dies habe ich einmal für Köln getan.

Die Kölner Altstadt scheint auf OpenStreetMap tatsächlich richtig beschrieben zu sein.
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Auf Google Maps sieht die Kölner Altstadt so aus:

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Das Ergebnis ist eindeutig. Auf Google Maps sieht die Kölner City einfacher aus als sie ist. Das typische Gassengewirr fehlt einfach. Auf dem Altermarkt wird in Köln jedes Jahr am 11.11. um 11.11 die Karnevalssession eingeleitet.Wer das Spektakel besuchen möchte, sieht auf Google Maps (unten) gar keinen Platz, sondern zwei Straßen. Andere Plätzchen wie der Ostermannplatz (dort liegt diese nette ) werden erst gar nicht angezeigt. Google Maps zeigt keine öffentlichen Gebäude, OpenStreetmap hingegen weiß, wo das historische Rathaus steht, nämlich ebenfalls am Altermarkt.Dass die Rheinuferstrasse nicht oberirdisch, sondern in einem Tunnel verläuft und darüber eine Grünfläche (der Rheingarten) liegt, weiß wieder nur OpenStreetMap. Ganz kleine Gäßchen ohne eigenen Straßennamen sind einfach rotgepunktet eingezeichnet. Bei Google existieren sie einfach nicht. Wichtige Orientierungspunkte (wie Kirchen) kennt auch nur die OpenStreetmap.

Vielleicht kennt Google ja den Kölner Mediepark, Sitz viele Kölner Internetfirmen, besser… Doch der Vergleich ist ernüchternd. OpenStreetMap gibt ein wirklich realistisches Bild der Gegend wieder:
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Dagegen sieht Google so gut wie nichts:

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Weder kennt Google den kleinen See am Mediapark, noch die Einfahrt ins Parkhaus (wichtig, da der Mediapark oberirdisch Fussgängerzone ist), noch den Umfang und tatsächliche Wegeführung.
Sicherlich wird es Bereich geben, wo der Google-Ansatz der OpenStreetmap überlegen ist, aber der Kartenvergleich zeigt anschaulich, wie durch Crowdsourcing sogar Riesen geschlagen werden können.

hat weitere interessante Vergleiche zwischen Google und OpenStreetMap vorgenommen. Auf sautter.com kann mittels eines Schiebereglers das Kartenmaterial .

Schwächen
Schwächen der OpenStreetMaps liegen in der noch nicht flächendeckenden Abdeckung. Die User der Community entdecken natürlich zunächst die interessanten Punkte auf der Karte und vermessen diese. Unattraktive Orte wie abgelegene Strßen in Ostfriesland könnte jedoch eher die Domäne kommerzieller Anbieter wie Google oder Microsoft bleiben. Außerdem verfügt die OSM derzeit noch nicht über Satellitenbilder.

Aktualität und Flächendeckung sind also die Schwächen der OSM und werden es auch grundsätzlich bleiben. Wie kann das OSM-Projekt hier zulegen?

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Kommerzielle Nutzung als Treiber

Entscheidenden Schwung könnten kommerzielle Nutzer in die Weiterentwicklung der OSM bringen. Unter existiert bereits ein auf den Daten von OpenStreetMap basierender Routenplaner. So etwas wäre auch als kommerzieller Dienst vorstellbar.

Eine stärkere kommerzielle Nutzung von OSM könnte etwa Budgets für die Erfassung abgelegener Landstriche bereitstellen. In andern OSS-Projekten wie etwa Typo3 gab es auch mehrere Phasen der Community-Entwicklung. Zunächst war die Avantgarde beteiligt, die innovativ und zugleich idealistisch an die Sache heranging (siehe auch den ). In einer zweiten Kommerzialisierungsphase investierten Unternehmen in fehlende Funktionen, indem sie Plugins entwickelten (etwa ein Shop-Plugin) und der Community zur Verfügung stellten. So könnte es auch bei der OSM laufen. Fehlen Kartenabschnitte, könnten diese von Unternehmen gesponsort werden, die dieses Daten brauchen. Die Daten kämen allerdings allen zugute.

Ökonomisch entsteht hier ein positiver externer Effekt durch das Engagement des Unternehmens. Die Allgemeinheit proftiert von dem Investment ohne Kosten dafür tragen zu müssen.

Druck auf Lizenzgebühren

Google und Microsoft scheinen dies zu wissen. Daher werden die Dienste relativ preisgünstig angeboten, um die Opportunitätskosten der Unternehmen, die die Karten einsetzen, nicht sehr steigen zu lassen. Langfristig müssten zumindest die Lizengebühren für Kartennutzungen weiter dratstisch fallen.

Weitere Links zu OSM

This https://celltrackingapps.com/ new age restriction is loosely monitored

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