043.JPGDer Pangora E-Commerce-Kongress konnte auch in diesem Jahr wieder mit einer überragenden Auswahl an Referenten und Teilnehmern überzeugen. Für mich neben der OMD und dem CommunityCamp eine der Top-Events 2008. Das Besondere am Pangora E-Commerce-Kongress war für mich die Tatsache, sich mit gestandenen Praktikern unterhalten zu können. Gleichzeitig ist der Kongreß nicht zu groß, so daß ein lockerer Kontakt möglich ist. Am Ende des Kongresses gab es noch ein Get-together, bei dem ich allerdings nicht mehr teilnehmen konnte. Fast möchte man sagen, ein Tag reichte nicht aus, um alle Gespräche zu führen, die man sich vorgenommen hatte.

 

Etwas zu kurz kam das Feedback der Teilnehmer, die durchweg auf einem vergleichbaren Niveau waren, wie die Redner auf dem Podium. So gelang es den Veranstaltern auch spielend, die ausgefallene Elefantenrunde (angekündigt war z.B. der geschaßte Markus Riecke von StudiVZ) durch eine Investorenrunde zu ersetzen. Deren Fazit war dann auch einhellig, dass es für gute E-Commerce-Ideen auch weiter Geld geben werde. Die Finanzkrise war natürlich im Raum und immer wieder Thema. Die gemeinsame Erwartung der meisten war jedoch, dass sich die Krise im stationären Handel auswirken werde, dies aber nicht zu einer Rezession im E-Commerce führen werde. Es sei durchaus denkbar, dass gerade die Wirtschaftskrise zu einer noch stärkeren Verlagerung der Kapazitäten ins Internet führen könnte. Diese Verlagerungen würden die Verluste subsituieren, so dass es zu einer Verlngsamung des Wachstums (nur noch einstellig), nicht aber zu einer Stagnation kommen werde.

Als großer Trend im E-Commerce wurden emotionale Shoopingkonzepte und Live Shopping erwähnt. Der Begriff Live Shopping, so der GF von guut.de, sei in den USA übrigens unbekannt. Dort spreche man vom “aktionsgetriebenen Marketing”. Mein Gedanke: offensichtlich muß man den Deutschen nur ein engliches Wort vorsetzen, damit sie die Chancen erkennen. Dies ist dem Namenschöpfer Jochen Krisch in den letzten Jahren hervorragend gelungen, der deswegen auch zurecht gefeiert wurde und gleich zweimal auf der Bühne zu sehen war. In seinem Vortrag “Connecting Customers – Emotionale Verkaufskonzepte im E-Commerce” stellt Krisch den traditionellen Online-Shops ein Armutszeugnis aus. Sie seien zwar technisch in jeder Hinsicht auf dem neuesten Stand, doch reiche dies in Zukunft nicht aus, um Kunden zu binden. Die Kundenbindung war für mich denn auch der rote Faden der Veranstaltung. Offensichtlich schaffen es die Club- und Live-Konzepte in besonderem Maße, einen Mehrwert zu bieten und die Ware emotional aufzuheizen.

Prof. Bernd Skiera aus Frankfurt trug über dynamische Preismodelle im Online-Handel vor und verglich den Erfolg von Swoopo mit dem Mißerfolg von Luupo. Nico Lumma, der auch im Publikum saß, hörte sicherlich aufmerksam zu.

Inspirierend war der Auftritt von Jacques-Antoine Granjon, dem Geschäftsführer von Vente-Privée, dem wohl weltweit erfolgreichsten Clubkonzept im Shopping 2.0. Mittlerweile arbeite 900 Mitarbeiter für das Unternehmen. Granjon zeigte auf, wieviel Arbeit hinter der Produktion der Aktionen steckt. Allein 70 Personen sind für die Bildbearbeitung zuständig. Alle Modefotos werden selbstständig geknipst. Eine hohe Fertigungstiefe also.

Alles in allem: es blebt eine Menge zu tun für 2009.

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