Zur Hochzeit der Dotcom-Ära gab es mit letsbuyit ein Geschäftsmodell, welches Nutzer belohnt, die gemeinsam einkauften. In China gibt es seit einiger Zeit eine Wiederauflage davon. Auf Chinesisch redet man vom Tuangou. Am besten lässt sich dies mit Gruppenkauf oder neudeutsch Social Buying übesetzen.

Im Gegensatz zum Poerselling wird der Rabattvorgang beim Social Buying direkt durch die User organisiert. Der Mob, die Masse stellt verschiedene Produkte ins Netz, die dann von anderen ebenfalls.

Dabei organisiert sich der virtuelle Mob zu konkreten Kaufüberfällen. Vorbild dürften die in amerikanischen und europäischen staffindenden Flashmob-Aktionen sein. Flashmob bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer üblicherweise persönlich nicht kennen.

Wo sich die Flashmobs noch sinnfrei ausmachen, nutzen die Cinesen diese spezielle Art, sich zu verabreden zum Geldsparen. Beim Tuangou verabreden sich preisbewusste Internetnutzer über bestimmte Webseiten zum gemeinsamen Masseneinkauf. In Gruppen von bis zu 500 Käufern treffen sich die User dann vor Ort im Laden (z.B. einem Elektronikmarkt) und verlangen ein vorher abgestimmtes Produkt zu Preisnachlässen von bis 30 Prozent. Diese Bescuhe darf man sich allerdings nicht als gemütliches Sit-in, sondern eher als einen Überfall mit lautstarker Demonstration vorstellen. Schwer für den Manager, die Nerven zu behalten, wenn Sprechchöre vor Ort Preissenkungen sofort verlangen.

Pioniere wie aus San Francisco, oder das niederländische Unternehmen hatten letztlich keinen Erfolg damit. Diese Firmen hatten viel Geld in Werbung investieren müssen, um sich bekannt zu machen. Aus Kostengründen wurden jedoch bereits vor einiger Zeit 35 der 100 Mitarbeiter entlassen.

Die Sammelkäufe wurden bis vor kurzem als eine der orginellsten Verkaufsvarianten im Internet gepriesen. Zu den Geldgebern für MobShop gehörte auch Netscape-Begründer Marc Andreessen. Je mehr Käufer sich für ein Produkt zusammenfinden, desto niedriger werde der Preis, versprechen die Betreiber der Gruppenkauf-Sites. De fakto aber fällt der Preis nur bis zu einem bestimmten Mindestpreis und stellt keineswegs immer das Billigste dar, was der Markt derzeit zu bieten hat.

Taugt diese Idee auch als Geschäftsidee für Europa und die USA oder ist Tuangou zu spezifisch chinesisch? Erinnern wir uns: vor 7 Jahren gab schon einmal Gruppenkauf-Angebote. Die Verkaufsform Powershopping, auch Co-Shopping genannt.

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