Es ist paradox. Einerseits sind traditionelle Feste wie Weihnachten, Ostern und Karneval private Veranstaltungen, bei denen sich die meisten gegen Versuche wehren, die Feste zu kommerzialisieren. Andererseits sind diese Zusammenkünfte (vermutlich ist Weihnachten gar das größte soziale Netzwerk, dass es überhaupt gibt…) Anlaß, ordentlich Geld auszugeben. Trotz Weltwirtschaftskrise wuchs das Online-Weihnachtsgeschäft dieses Jahr um knap 23 Prozent.

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Tatsächlich haben die sozialen Netzwerke (allen voran StudiVz und WKW) ein Problem mit ihrem eigenen Erfolg. Denn trotz steigender Kosten wachsen die Werbeeinnahmen nicht automatisch mit. Werbung in den Netzworks läuft deshalb schlechter, weil die User besseres zu tun haben, als auch Banner zu klicken. Weil die Networks eben so toll sind. Welchen Sinn würde eine Werbeschaltung während der weihnachtlichen Bescherung bringen? Vermutlich nichts. Die Familie ist mit sich selbst beschäftigt.

Und dennoch ist Weihnachten ebenso durch und durch kommerziell. Und verdient wird ordentlich. Aber eben vorher und nachher und nicht währenddessen. XING hat das “Weihnachtsgebot” verstanden und bietet nun ein Newsangebot innerhalb von XING an (socialmedian). Das ist ein Bereich, der User bindet, der aber vielleicht auch mit Werbung versehen werden kann. Weil der User es gewohnt ist und weil die Werbung nicht bei dem stört, was den Leuten am wichtigsten ist – dem Gespräch unter Freunden.

In diesem Sinne wünsche ich allen Geschäftspartnern und Freunden ein nachdenkliches Weihnachtsfest, dass nur wirklich dann echt ist, wenn man es teilen kann.

Ihr und Euer Thomas Vehmeier

PS:

Eine Meldung macht mich doch bestürzt und zeigt mir, was passieren kann, wenn Weihnachtsmänner meutern, weil sie sich in ihrer Community nicht mehr wohl fühlen:

“Auckland (Neuseeland), 19.12.2005 – Im Rahmen der diesjährigen SantaCon-Veranstaltungen ist es am vergangenen Samstag in der neuseeländischen Stadt Auckland zu kleineren Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Weihnachtsmännern gekommen. Die an Diskordianismus und anderen surrealen Strömungen orientierte Bewegung trifft sich seit 1994 jedes Jahr in Städten überall auf der Welt, um das Julfest, vermischt mit Spontanaktionen, zu feiern.

Die 40 teilweise betrunkenen Weihnachtsmänner zogen randalierend durch die Stadt, überfielen Geschäfte und griffen Sicherheitkräfte an. Laut dem örtlichen Polizeisprecher warfen sie leere Bierflaschen umher, urinierten von Brücken auf Autos, beschmierten Bürogebäude mit Graffiti und stießen in einem Park Müllcontainer um. Drei der verkleideten Männer wurden von der Polizei festgenommen.

Alex Dyer, der Sprecher der Gruppe, sagte, dass „Santarchy“ eine weltweite Bewegung ist, um gegen die Kommerzialisierung von Weihnachten zu demonstrieren.” () Diese arbeit http://best-ghostwriter.com/ hat mir sehr viel freude bereitet, bis ich aus gesundheitlichen grnden ausschied

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