180px-head_to_head_clowns.jpgAuf mein Interview mit dem JoinR-Gründer Philipp Götzinger gab es viele unterschiedliche Reaktionen. Kritik und Lob beiderseits am derzeitigen Stand von . Es ist natürlich wichtig, einen Business Plan zu haben. Dennoch stelle ich aus vielen Gesprächen mit Web 2.0 Gründern fest, daß die neuen Gründer viel spielfreudiger, viel experimenteller sind. Das muß nicht unbedingt als Mangel gedeutet werden, sondern ist vielleicht eher ein Anzeichen für einen selbstverständlichen, unbekümmerten Umgang mit den Neuen Medien.

Ich selbst bin jetzt 36 und bin 1993 (also mit 23 Jahren) auf das Internet gestoßen. Obwohl ich sicherlich zu den Menschen gehöre, die quasi “immer online” sind und mich (wie die meisten) auch viel jünger fühle, finde ich es schon aufregend, ein anderes Nutzerverhalten bei den Jüngeren beobachten zu können…

Die jungen Teenager nutzen übrigens Instant Messaging viel mehr als etwa Email. Haben die Anbieter von Newsletter-Software das schon verstanden? Ich persönlich nutze Messaging so gut wie gar nicht, weil es mich nervt und von der Arbeit abhält. Das mag aber für andere anders sein…

Ein Zeichen, wie vielfältig und unterschiedlich das Internet heute benutzt wird. Und wie selbstverständlich.

Echte Software-Künstler wie , den ich auch persönlich kennenlernen durfte, würden mit Sicherheit nicht raten, erst einmal einen Rhetorik-Kurs zu besuchen und danach erst einmal einen Business Plan zu schreiben, bevor man sich an die Arbeit macht. Beratern, Konzeptern und anderen, die heute mit dem Internet bereits Geld verdienen, aber noch zu 1.0-Zeiten ins Netz gezogen wurden, müssen sich mit dem geänderten Nutzerverhalten befassen und nicht den Youngstern gute Ratschläge erteilen. Natürlich müssen die Konzepte dann irgendwann festgezogen werden und schriftlich dokumentiert werden… Nichts mache ich ja in meiner täglichen Arbeit. Aber es ist eben ein interaktiver Prozeß. Die Realität in wirklich kreativen, außergewöhnlichen Projekten läuft den Vorgaben eines Business Plans immer wieder davon. Es ist ein Hin und Her. Etwas das sich immer miteinander kommunizieren und sich finden muß.

Das Thema “Spaß an der Freude” paßt also nicht nur zum heutigen Auftakt des Straßenkarnevals, sondern auch zum Thema dieses Fachblogs, der Internetökonomik. Freude beschert auch Glücksmomente und setzt Energien frei. Auch wenn die Website nicht unbedingt an die Börse führen muß lohnt es sich immer, die Dinge mit Freude anzugehen.

Die jungen Gründer, die ich bisher kennenlernen durfte, sind oft unbedarfter, verspielter und haben auch andere Ziele als Millionär zu werden. Hierbei unterscheiden sie sich von den Dotcom-Pionieren. Vielleicht liegt der vermehrte Spieltrieb auch daran, dass für einen Online-Dienst heutzutage weitaus weniger Kosten anfallen und daher auch nicht so spitz gerechnet werden muß. Den neuen Medienformaten scheint es jedenfalls gut zu tun, dass nicht die Controller, sondern die Clowns das sagen haben.. 😉

Für alle, die nicht in Köln wohnen, hier die Ökonomie der Freude zum Nachlesen:

On a more sobering note, tragedies continue to happen within our nation and around the translate facts here now world, often from the people nobody ever expected to go wild

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