Ein Skandal erschüttert die US-amerikanische Bloggerszene. Wie Robert Basic berichtet, hat es gegen die amerikanische Bloggerin Kathy Sierra, die den bekannten “Passionate”-Blog führt offene Todesdrohungen gegeben. Die Drohungen wurden zunächst als Kommentare auf dem Blog des Opfers veröffentlicht und später sogar als Blogbeitrag eines Gemeinschaftsblogs verfaßt.

zeigt, wie sehr Sierra unter Schock steht: “It’s the threat that causes fear. […] I have cancelled all speaking engagements. I am afraid to leave my yard. I will never feel the same. I will never be the same.”

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Betroffenheit und …Â

Kathy Sierra ist in den USA eine gefragte Rednerin auf zahlreichen Kongressen. Aufgrund der Vorfälle stoppte sie bis auf weiteres Ihren Blog und sagte alle Vorträge bis auf weiteres ab. Sie wolle nicht Teil einer Blogkultur sein, in der derartige Vorfälle geduldet werden.Wie berichtet, gab es daraufhin eine erste kleine Welle der Solidarisierung. Bekannte Blogger wie etwa hätten sich solidarisiert und ihren Blog ebenfalls für eine Weile geschlossen.

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… Hilflosigkeit

Es ist allerdings zu erwarten, daß der Fall recht schnell aufgeklärt wird. Der Täter dürfte digitale Spuren, etwa in Form gespeicherter IP-Numern, Cookies oder Login-Einträgen hinterlassen haben.

Pikant ist, daß die mit sexuellen Anspielungen versehenen, offenen Morddrohungen auf Blogs veröffentlicht wurden, die von einer Gruppe prominenter Blogger herausgeben werden. Im Zentrum der Kritik steht der Mitherausgeber des Cluetrain Manifestos Chris Locke.

Da es sich um Blogprofis handelt, ist es umso unverständlicher, daß die Betreiber des Blogs sich offensichtlich noch nicht zu Wort gemeldet haben und bislang noch nichts zur Aufklärung beigetragen haben.

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Blogs werden erwachsen …

 verweist auf einen Anruf mit , der auf einen Artikel hingewiesen, den sie eben auf den Barcamp Blog hat. So scheint die Bedrohung kein isolierter Einzelfall zu sein. Es gibt seit geraumer Zeit auch schon andere andere Fälle, die sie zu diesem Artikel veranlasst haben:

“…As the ever-expanding blogosphere reaches a more mainstream audience, prominent bloggers and community members attain celebrity status, and thus, they begin to draw anti-celebrity backlash. Add in the research showing that people find it easier to be, well, completely reprehensible online because of the perceived anonymity, and it should come as no surprise that we’re suddenly having to deal with a surprising number of trolls, stalkers, and worse. We’ve hit critical mass…”

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… und müssen Verantwortung übernehmen

Das Verhalten zeigt ganz deutlich, daß nicht jedermann mit der Freiheit des Bloggens richtig umgehen kann und daher ein Diskurs innerhalb der Blogosphäre über anerkannte Verhaltenskodizes in derartigen Fällen vonnöten ist. Ich hatte darauf bereits in meinem Beitrag zum Thema “user-stolen content” , worauf sich bei Robert Basic eine lebhafte Diskussion entbrannt hat.

Die Hilflosigkeit der prominenten Blogbetreiber, mit diesem Thema umzugehen zeigt ganz deutlich, daß es klare Verhaltensregeln für derartige Fälle geben muß. Diese Regeln müssen nicht notwendig vom Gesetzgeber festgelegt werden, sondern sollten sich aufgrund einer offenen Diskussion aus der Blogosphäre heraus ergeben.

Reicht Betroffenheit? Wo ist die Grenze?

Glenviewuses these gatherings to check-in, to settle disputes, www.collegepapers.co.uk/ and for academic interventions

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