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Die meisten verbinden mit dem Begriff der Genossenschaft wohl den Gedanken an landwirtschaftliche Zusammenschlüsse, die gemeinsam teure Erntemaschinen anschaffen. Doch (engl. Cooperatives) könnten sich als ein erfolgreiches Geschäftsmodell für Open Source-Projekte und die davon teilweise abhängigen Programmierer und Agenturen erweisen.

Der Trend wird von zwei Seiten gefördert. Zum einen führt der zunehmende Wettbewerbdruck in der IT-Branche zu neuen Vertriebskooperationen selbstständiger Medienprofis. Zum anderen stehen viele Softwareprojekte, die sich über Internet-Communnities selbst organisieren, vor einer Schwelle. Auf Beispiele sollen weiter unten eingegangen werden.

An dieser Stelle soll zunächst die Idee einer einer Online-Community diskutiert werden, die sich über das Netz hinaus organisiert.Ich nenne das Genossenschaft 2.0.

Das Genossenschaftsmodell hat schon von seiner Grundausrichtung viel mit dem Gedanken einer Community gemein. Grundlegend ist beiden, dass Beiträge geliefert werden (ob freiwillig oder bindend).

Wenngleich Community-organisierte Open-Source-Projekte vielerseits Bewunderung genossen haben, so können Communities auch an Ihre Grenzen stoßen. Meist wird es mit der Selbstorganisation schwieirg, sobald sie eine gewissen Größe bekommen haben, sind sie nur noch schwer steuerbar. Das sehr erfolgreiche OS-Projekt TYPO3 kämpft derzeit um eine Überarbeitung des Technologiekerns. Damit bestünde die Gefahr, dass zahlreiche Extensions, die das System erst so erfolgreich gemacht haben, unbrauchbar würden. Die Weiterentwicklung der Community wäre ernsthaft in Gefahr. Es zeichnet sich schon jetzt ab, dass eine hohe Zahl der kommerziellen Nutzer kein Interesse an einer solchen kostenschweren Umstellung haben.

Die Steuerungsfähigkeit einer losen Internet-Community steht also ab einer bestimmten Größe infrage. Und damit deren Zukunft. Die Folge könnte sein, dass eine andere Technologie irgendwann das Projekt ablöst. Volkswirtschaftlich kann das nachteilig sein, da in eine Technologie-Community enorme Mengen an technischem Erfahrungswissen gebündelt sind.

Der Selbstorganisation sind Grenzen gesetzt, wie ich wieder schmerzvoll beim letzten Webmontag in Köln erfahren mußte. Da die Zahl der Teilnehmer nicht genau bekannt war, reichte der zur Verfügung gestellte Raum nicht aus. Die Beiträge, die mich persönlich interessierten, wurden von den Autoren nicht aus dem Wiki gelöscht, abernicht gehalten . Das deutsche Bloggertreffen im Vorfeld der Konferenz DLD 07 in München konnte nur zustandkommen, weil Sponsoren einsprangen und sich Robert Basic .

Die größte Gefahr einer monlithischen Organisationsform besteht im Irrtum. Irrt der Entwicklungsleiter eines proprietären Softwareherstellers, so ist die Zukunft der Softwareplattform dahin. Damit wird auch das in die Software investierte Kapital der Kunden vernichtet. Bei freien Projekten kann eine größere Wissensvielfalt in das Projekt einfließen und zudem besteht dauerhaft Zugang zum Quellcode. Open-Source bietet also Investionssicherheit, heißt es. Aber muß das immer zutreffen? Kann es nicht auch bei Open-Source-Projekten zu Irrtümern kommen? Kann eine Masse, den Lemmingen gleich, in die falsche Richtung laufen?

Die Netzwerkökonomie lehrt, das es durchaus zu solchen evolutorischen Sackgassen kommen kann. Der sogenannte Lock-In-Effekt bedeutet, dass alle sich der Technologie verschriebenen Anwender in der Klemme befinden. Die Konsequenz wäre die Vernichtung eines erheblichen technologischen und sozialen Kapitals.
Dennoch hat die Selbstorganisation natürlich eindeutige Vorteile, die aber eben nicht notwendig im Widerspruch zu einer festeren Organisationsform wie der der Genossenschaft stehen müssen. Die konsequente Weiterentwicklung einer Vereinigung wie besipielsweise der TYPO3 Association wäre daher die Gründung einer Genossenschaft, die über monetäre Mitgliedsbeiträge für einen Teil Ihrer Mitglieder zentrale Aufgaben stärker wahrnehmen kann als bisher. http://buyessayonline.ninja

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