Jedes Produkt unterliegt einem sogenannten Lebenszyklus. Er umfasst die Zeitdauer zwischen der Einführung des Produktes auf dem Markt und seiner Herausnahme aus dem Markt.

produktlebenszyklus

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Produktlebenszyklus.gif, Wikimedia Commons

Gilt dieser Lebenszyklus auch für Plattform-Produke? Diese zeichnen sich durch die Existez von Netzwerkeffekten aus. Der Wert der Plattform steigt dabei mit der Anzahl der Nutzer.

Im Jahr 2007 kamen die größten Dating-Plattformen auf dem deutschsprachigen Markt addiert auf zusammen etwa 27 Millionen Nutzer, was natürlich nur bedeuten konnte, dass die Mehrheit auf mehreren Plattformen registriert war. Umfragen ergaben damals höchsten 6 Millionen aktive Nutzer von Singlebörsen. Die Mehrzahl der von den Startups angegebenen Mitglieder sind also aller Voraussicht nach Karteileichen.

Dies führt z interessanten Fragestellungen:

  • Ist die Wechselbereitschaft höher als vermutet?
  • Wie hoch sind die Netzwerkeffekte wirklich?
  • Gibt es überhaupt eine Lock-In-Situation?
  • Können große Communities scheitern?

Bereits damals waren rund siebzig Prozent aller befragten Nutzer von MySpace der Meinung, dass die Seite inzwischen zu groß geworden sei.

Überschätzte Lock-In-Effekte lassen sich auch für den Netscape-Browser, die Altavista-Suchmaschine sowie diverse Internet-Marktplätze aus der Dotcom-Zeit feststellen.

 

Vermutung I: Subscriber-Paradoxon Im Normalfall dürfte ein Social Network sogar bei abnehmender Nutzung noch steigende Mitgliederzahlen aufweisen.

Vermutung II: Überschätzte Wechselkosten Netzwerkeffekte werden oft überschätzt. Wechselkosten sind nicht so hoch wie oft vermutet. Der Wechsel auf einen anderen Anbieter ist gar nicht so anstrengend, die Gewöhnung an die Plattform gar nicht so groß

Vermutung III: Opportunitätskosten vernachlässigt Allgemeiner: Opportunitätskosten sind der Nutzenentgang, der bei mehreren Alternativen durch die Entscheidung für die eine und gegen die andere Möglichkeit entsteht. Der Wert einer Community ergibt sich nicht nur aus den reinen Nutzerzahlen, sondern erst aus der Einbeziehung der Alternativen (Wettbewerber) in eine Gesamtbetrachtung

Vermutung IV: Nutzerzahlen müssen gewichtet werden Die reinen Nutzerzahlen sagen nichts über die Stellung am Markt, sondern nur die relativen Nutzerzahlen/ Gewichtung am Marktvolumen und am durchschnittlichen Wachstum (d.h. der vergleich zu den netzwerkeffekten der anderen ist wichtig; und das ist so unglaublich schwer, weil Zahlen zurückbehalten werden. (Heiliger Gral)

 

 

 

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