Der Begriff Web 2.0 hat sich als Bezeichnung einer Reihe neuer Internetdienste entwickelt, die meist mit Ihren gestalterisch und technisch neuen Eigenarten beschrieben werden. Er steht aber gleichsam auch für einen neueren Aufschwung der Internetbranche. Sind die Hoffnung, die sich mit Web 2.0 verbinden, berechtigt?Oder anders gefragt: sind wirklich Technik und Gestaltung allein für einen Erfolg eines Geschäftsmodells ausreichend? Die gräßliche Oberfläche von ebay etwa, bezeugt eher, dass es auch ohne Design gehen kann. Vielleicht kann man behaupten, dass sich vor allem die ökonomischen Bedingungen des “Web 2.0” gegenüber der Dotcom-Ära verändert haben. Ich werde das in einem späteren Beitrag ergänzen.

Was hat sich seitdem verändert? Aus ökonomischer Sicht fällt auf:

  • Es ist weniger Geld nötig, um ein Startup zu starten,
  • die Startups kämpfen nicht mehr um ganze Märkte,
  • das Internet hat sich zu einem Massenmarkt entwickelt,
  • die technischen Möglichkeiten haben sich weiter entwickelt (z.B. mehr Bandbreite).

Die Unternehmen, die die erste Internetblase überlebt haben, etwa Ebay, Amazon, Google oder Yahoo, hatten alle ähnliche Geschäftsmodelle. Sie haben alle jahrelang enorme Verluste eingefahren, um schnell eine hohe Nutzerzahl aufzubauen. Dies konnte nur durch hohe Skaleneffekte in Profit umgedreht werden. Diese auf Werbung und Provisionen basierenden Geschäftsmodelle funktionieren sicher, aber die Anzahl der Märkte mit einer kritischen Masse an Nutzern ist einfach begrenzt.

Das entscheidend Neue am Web 2.0 sind weniger die grafischen Spielereien, von denen die neuen Dienste geprägt sind, als vielmehr sind also die dramatisch gesunkenen Technologiekosten, ein entstandener Massenmarkt sowie die gestiegene Bedeutung des Internet als Werkzeug des täglichen Lebens. Die Always-online-Generation ist daher auch leichter bereit, für bestimmte Services zu bezahlen, sofern ein erlebbarer Nutzen gegeben ist (z.B. Zeitersparnis). So ergeben sich neue Geschäftsmodelle.

Da die meisten Web 2.0 Geschäftsmodelle also nicht bloß auf Werbung aufsetzen müssen und zudem auf einer viel schlankeren Kostenkurve fahren, ist die Profitabilität von Web 2.0-Unternehmen einfach früher gegeben. Es reichen vielleicht bereits 20.000 zahlende Kunden. Ein gutes Beispiel für den Unterschied bietet oder .

Zudem ist in den vergangenen Jahren viel Geld NICHT in Internetfirmen geflossen. Wohlhabene Bürger und Fonds haben in den letzten aber weiterhin gute Einnahmen gehabt, von denen sie einen Teil erfahrungsgemäß in weniger sichere Anlagen stecken. Die Risikofonds dürften damit nicht notwendig über weniger Geld verfügt haben. Aber konnten sie es auch ausgeben? Gemäß den gesunden Grundsätzen der Risikostreuung bevorzugt das Risikokapital aber eine Diversifizierung zwischen verschiedenen Technologien. Irgendwann reicht Bio nicht mehr aus und man ist froh, wieder in Internet investieren zu können. Ein Jackpot wächst nicht ewig an. Academic pay someone to do my essay choice invests children in their learning

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