Kann man jemandem Enterprise 2.0 beibringen? Vielleicht durch Training? Oder müssen vielmehr die Anreize stimmen, damit sich Mitarbeiter stärker in den internen sozialen Netzen zu engagieren.

Viele Unternehmen haben Wiki-Systeme und interne soziale Netzwerke eingeführt. Nur mit den Mitarbeitern hapert es noch. Noch. Denn für viele ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Mitarbeiter alle einem Social Media Training unterzogen worden sind und dann loslegen können.

 

Change Management wichtiger als Training

Aber hapert es wirklich an der Ausbildung? Immerhin sind die Websysteme ähnlich intuitiv geschnitten wie Facebook. Und dieses Netz nutzen täglich hunderte von Millionen an Menschen – ohne jede Aus- oder Weiterbildung. Sind Social Media Trainings also zu kurz gedacht? Vieles spricht dafür. Die Adaption neuer Technologien ist immer eine Frage des richtigen Change Managements, das vermutlich in über 80% der Fälle schlecht ist – egal ob bzgl. Enterprise 2.0 oder Sonstigem.

Und hier fängt es leider schon dabei an, dass das Change Management oft an gleichlautende Abteilungen delegiert wird und die Führungskräfte damit ein Stück aus der Verantwortung entlassen werden.

Gerade bei einem so einschneidendem Paradigmenwandel wie dem Wandel eines Unternehmens zu einem Enterprise 2.0, braucht es Engagement und unterstützendes Verhalten durch die Führungskräfte.

Wie gesagt – gut gemachte Tools sind heute intuitiv verständlich. Wenn die Anreize stimmen, mitzumachen, holen sich die Leute die Information.

 

Digitale Vorturner sind glaubwürdiger

Führungskräfte sollten also selbst aktiv werden. Sie leisten einen enorm wichtigen Beitrag zum Gelingen des Wandels. Das geht auch bei vollem Terminkalender. Ein paar Posts, ein paar Kommentare, ein Bld hochladen – so etwas geht immer.

IBM hat in Ihrem Programm Smarter Work gerlernt, dass es oft besser ist, wenn die Geschäftsführung einfach ein bißchen mitmacht, als wenn nur darüber gesprochen wird. Das Medium ist die Botschaft!

Wie bringt man einem ganzen Konzern Enterprise 2.0 bei? Da sind entsprechende Signale wichtig, dass die Mitarbeit geschätzt wird. Letztlich lohnt sich ein Engagement für den einzelnen Mitarbeiter ja nur, wenn er dadurch seine ihm wichtigen Themen im Unternehmen voranbringen kann…

 

Kollaboration als Gefangendilemma

Aber auch dann wird das Enterprise 2.0 irgendwann zum Stillstand kommen. Denn mal ganz ehrlich: welche Anreize zum Mitmachen gibt es für die Führungskräfte und Mitarbeiter wirklich? Meist relativ wenige. Der Gedankengang eines typischen Angestellten wird sein: “Was bringt es mir, wenn ich ein System nutze/pflege, das mir erst dann was bringt, wenn es die anderen nutzen? Sollen die doch anfangen.” und “Ich gebe doch nicht einfach mein Wissen allen preis, denn dadurch mache ich mich (leichter) ersetzbar.”

Ökonomisch handelt es sich um ein typisches Gefangenendilemma. Genau daran starb bereits Knowledge Management. Und Enterprise 2.0 muß aufpassen, nicht auch unter die Räder zu kommen.

 

Selbstdarstellung als Beschleuniger

Als Auswege werden oft genannt, dass es den Mitarbeitern erlaubt sein muss, Karma-Punkte zu  sammeln und mit dem Engagement in den internen Netzen, etwas für die eigene Karriere zu tun. Aber dann muß auch genau das von oben gefördert werden.

 


 

„HNL Wiki Wiki Bus“ von Andrew Laing – Wiki-Wiki!!!. Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 über Wikimedia Commons –
Educators are increasingly embracing the concept of team, however, in most secondary schools teams are driven by common subject http://writemypaper4me.org/ matter and not common students

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